BASF veröffentlicht dritten Palm-Fortschrittsbericht

5. September 2019

Press Release

  • Beschaffung von 70 Prozent zertifiziert nachhaltigem Palm- und Palmkernöl rückt Ziel der BASF Palm-Selbstverpflichtung in greifbare Nähe
  • Unterstützung von Kleinbauern als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Palmproduktion
  • Einsparung von mehr als 200.000 Tonnen CO2 im Jahr 2018 durch die Beschaffung von zertifiziert nachhaltigem Palmkernöl

BASF hat heute die dritte Ausgabe des Palm-Fortschrittsberichts mit den Zahlen für 2018 veröffentlicht. Palmöl und Palmkernöl (PKO) sowie deren Derivate zählen zu den wichtigsten nachwachsenden Rohstoffen, die BASF verarbeitet. Sie werden hauptsächlich für die Herstellung von Inhaltsstoffen für die Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie sowie für die menschliche Ernährung verwendet. Im vergangenen Jahr kaufte das Unternehmen 127.000 Tonnen zertifiziert nachhaltiges PKO. Dies entspricht rund 70 Prozent des durch BASF 2018 eingekauften Gesamtvolumens der beiden Rohstoffe. 

Damit rückt das Ziel, das sich BASF selbst gesetzt hat, in greifbare Nähe: Das Unternehmen will bis Ende 2020 ausschließlich RSPO-zertifiziert nachhaltiges Palm- und PKO beziehen. Erstmals wird in dem Bericht der CO2-Fußabdruck (PCF) bei der Beschaffung von zertifiziert nachhaltigen PKO genannt. Im Vergleich zum konventionellen Erwerb spart das Unternehmen mehr als 200.000 Tonnen CO2 ein. Die RSPO-zertifizierte Produktion von PKO zeigt rund 36 Prozent geringere Auswirkungen auf die globale Erwärmung als ie Beschaffung von nicht zertifiziertem Öl. Der PCF wird nach den Anforderungen und Richtlinien für die Quantifizierung gemäß ISO „14067:2018-08 Treibhausgase – CO2-Fußabdruck von Produkten“ berechnet.

Der Anbau von Ölpalmen wird wegen seiner Auswirkungen auf die Umwelt kritisiert. BASF teilt die Bedenken in Bezug auf die Auswirkungen des Anbaus von Ölpalmen auf den tropischen Regenwald, den Verlust der Biodiversität und auf lokale Gemeinschaften. Daher ist BASF Mitglied im Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) und unterstützt die zertifizierte nachhaltige Landwirtschaft von Ölpalmen durch den RSPO.

Engagement für Kleinbauern als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Palmenproduktion

Mehr als drei Millionen Kleinbauern und mittelständische Farmer leben weltweit von Palmöl. Ihre Ackerflächen sind im Vergleich zu Industrieplantagen zwar klein, machen jedoch etwa 40 Prozent der weltweiten Palmölproduktion aus und tragen damit erheblich zum nachhaltigen Anbau von Palmen bei. Die Erträge der Kleinbauern sind in der Regel allerdings relativ gering, da es ihnen oft an hinreichenden Informationen und Kenntnissen im Anbau von Palmen und dem Verkauf von Öl mangelt. Partnerschaften im Rahmen von Kleinbauernprojekten ermöglichen es BASF, diese Landwirte zu unterstützen und gleichzeitig die Verfügbarkeit von nachhaltig produziertem Palmöl zu erhöhen. Durch kontinuierliche Weiterbildung und technische Unterstützung bei der Umsetzung und Aufrechterhaltung nachhaltiger Palmölpraktiken wird eine nachhaltige Lieferkette für Palmölprodukte gefördert, die frei von Entwaldung und auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig ist. So wird der soziale und wirtschaftliche Nutzen für die Landwirte erhöht.

„Wenn wir über eine nachhaltige Wertschöpfungskette von Palmöl sprechen, müssen wir die Kleinbauern mit einbeziehen, deren Landflächen 40 Prozent der Gesamtfläche an Palmplantagen in Indonesien und Malaysia ausmachen. Ohne sie ist kein Fortschritt bei einer nachhaltigen Produktion von Palmöl möglich“, sagt Ralph Schweens, President Unternehmensbereich Care Chemicals, BASF SE. „Unsere Partnerschaften mit Estée Lauder, Solidaridad und dem RSPO, aber auch mit Henkel ermöglichen es uns, diese Landwirte zu unterstützen und gleichzeitig die Verfügbarkeit von nachhaltig produziertem Palmöl zu erhöhen.“

BASF und Henkel arbeiten seit 2016 mit der Entwicklungsorganisation Solidaridad zusammen, um Kleinbauern in Indonesien besser einzubinden und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Kleinbauern absolvieren im Rahmen der „Farmer Field School“-Initiative Schulungen zum Thema Landwirtschaft und Umwelt. Der Fokus der Ausbildung liegt auf effizienten und nachhaltigen Anbaumethoden, Gesundheit und Sicherheitsstandards. Seit 2016 haben fast 2000 Kleinbauern eine Ausbildung im Rahmen der „Farmer Field School“-Initiative absolviert.

Darüber hinaus arbeiten BASF, The Estée Lauder Companies und der RSPO mit Solidaridad zusammen, um die nachhaltige Palmöl- und Palmderivateproduktion im Bezirk Waykanan, Lampung, Indonesien, zu fördern. Das Projekt unterstützt unabhängige indonesische Kleinbauern bei der Verbesserung ihrer Existenzgrundlage und ihrer nachhaltigen Produktion von Palmöl und PKO. Ziel des Projekts ist es, dass mindestens ein Drittel der geförderten Kleinbauern nach dem Smallholder Standard von RSPO nach drei Jahren zertifiziert wird.

Die Markttransformation vorantreiben: Nachhaltiges Palmöl als Teil der Lösung

Um die Transformation des Marktes hin zu nachhaltigen Palmölspezialitäten voranzutreiben, hat BASF 2018 beschlossen, das gesamte Spezialitäten-Portfolio auf ein RSPO-zertifiziertes Lieferketten-Modell umzustellen. Das Unternehmen bietet Produkte für den Körperpflegemarkt an, die auf RSPO-zertifiziertem PKO basieren. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Kosmetikindustrie. Zudem hat BASF ihre zertifizierten Produktionsstandorte 2018 auf 23 weltweit erhöht.

Als einer der weltweit führenden Verarbeiter für Palmprodukte hat sich BASF verpflichtet, regelmäßig über den Fortschritt und die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette zu berichten, die sie bei der Förderung einer nachhaltigen Lieferkette von Oleoderivaten macht. Der Palm-Fortschrittsbericht beschreibt das Dilemma der Entwicklung von Ölpalmplantagen und die damit auftretenden Umweltbelastungen. Er erläutert ferner die Beschaffungsrichtlinien des Unternehmens für Palmöl, die 2016 erstmalig veröffentlicht wurden, sowie das Engagement zur Einbeziehung von Kleinbauern. Im Jahr 2004 wurde BASF Mitglied des RSPO und ist Teil der High Carbon Stock Steering Group, um zusätzliche Anforderungen zum Erhalt der Wälder voranzutreiben.

Alexandra Spiegel-Kutschenreuter

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