BASF und CTIBiotech stellen mittels 3D-Bioprint-Verfahren erste rekonstruierte menschliche Haut mit Makrophagen her

5. September 2019

Press Release

  • Das neue 3D-Modell wird die Erforschung und Entwicklung entzündungshemmender Eigenschaften von Wirkstoffen ermöglichen.

5. September, 2019 – BASF Care Creations® und CTIBiotech stehen mit ihrer gemeinsamen Forschung kurz davor, einen neuen Meilenstein zu erreichen: Die Kooperationspartner kündigten die Entwicklung der ersten 3D-Bioprint-Hautmodelle mit Makrophagen an. Die rekonstruierten Gewebemodelle werden die Grundlage für die Entwicklung und Erprobung von Bio-Wirkstoffen in der Hautpflege sein.

Durch den Einsatz der 3D-Bioprinting-Technologie von CTIBiotech können die Wissenschaftler von BASF ihr Portfolio an 3D-Bioprint-Hautmodellen erweitern. Die Technologie wird eine leistungsstarke Plattform für Forscher im Bereich der Hautpflege bieten, die die Funktion von Makrophagen in einer vollständig rekonstruierten Haut untersuchen wollen.

Makrophagen überwachen permanent die Mikroumgebung der Haut auf Anzeichen von Zellstress, Gewebeschäden oder Infektionen. Sie sind notwendig, um Wunden zu schließen und das Gewebe vollständig zu regenerieren. Um die Homöostase der Haut aufrechtzuerhalten, weisen Makrophagen ein hohes Maß an Plastizität auf, wodurch Entzündungen gefördert oder unterdrückt werden.

„Im Gegensatz zu herkömmlichen In-vitro-Methoden wird die von CTIBiotech im 3D-Bioprint-Verfahren hergestellte Haut mit Immunzellen eine Analyse ermöglichen, die sowohl die menschliche Physiologie als auch die Immunfunktion der Makrophagen besser widerspiegelt“, sagt Dr. Sébastian Cadau, Spezialist für 3D Tissue Engineering bei BASF. „Somit wird uns die Technologie helfen, die Entwicklung innovativer und höchst verlässlicher Inhaltsstoffe für den Hautpflegemarkt zu beschleunigen. Unser Verständnis einer immunkompetenten 3D-Haut ist die Grundlage, um fortschrittliche kosmetische Bio-Wirkstoffe für Hautpflegeanwendungen zu entwickeln und zu erproben.“

BASF und CTIBiotech haben ihre Zusammenarbeit bereits im Jahre 2011 begonnen. Seit 2015 arbeiten die Forschungspartner an 3D-Gewebemodellen für die Entwicklung und Erprobung von Bio-Wirkstoffen in der Hautpflege. Im Jahr 2018 stellten sie erste Ergebnisse vor: Die Experten demonstrierten sowohl die Ex-vivo-Produktion von physiologischem Talg in einer Langzeitkultur eines 3D-Modells der menschlichen Talgdrüse als auch die Regulierung dieser Talgproduktion mit Hilfe von Wirkstoffen.

„CTIBiotech und BASF verbindet eine lange Tradition in der Zusammenarbeit an innovativen Modellen der menschlichen Haut, um die Hautpflege weiter zu verbessern“, sagte Prof. Colin McGuckin, Chief Scientific Officer bei CTIBiotech. „CTIBiotech verfügt über ein Team von weltweit führenden Experten für Human Tissue Engineering mit 3D-Bioprinting-Technologie, mit dem das Institut den Erfolg dieser Partnerschaft auch in Zukunft stärken möchte.“

Über BASF

Chemie für eine nachhaltige Zukunft, dafür steht BASF. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 122.000 Mitarbeiter arbeiten in der BASF-Gruppe daran, zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt beizutragen. Unser Portfolio haben wir in sechs Segmenten zusammengefasst: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. BASF erzielte 2018 weltweit einen Umsatz von rund 63 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

Über CTIBIOTECH - Forschungsinstitut für Zelltherapie

CTIBiotech entwickelt und produziert Prädiktionsmodelle von menschlichem Gewebe sowie menschlichen Zellen für die biomedizinische, pharmazeutische und dermatokosmetische Forschung und Entwicklung. CTIBiotech verfügt über ein Team von weltweit führenden Experten, die in den letzten 30 Jahren Pionierarbeit für Innovationen in der Bioverfahrenstechnik und regenerativen Medizin geleistet haben. CTIBiotech arbeitet mit öffentlichen und privaten Einrichtungen zusammen, um innovative Lösungen für die Wirksamkeits- und Unbedenklichkeitsprüfung von Wirkstoffen, Dermatokosmetika, Arzneimittelkandidaten, Zelltherapien und Medizinprodukten zu entwickeln.     CTIBiotech ist in drei Geschäftsbereiche untergliedert: 1. CTISkin: Fortschrittliche Modelle der menschlichen Haut, um neue Produktideen mit wissenschaftlicher Innovation und Verlässlichkeit im Bereich der Dermatologie und Kosmetik zu testen; 2. CTIPharma: zuverlässige und prädiktive Bioassays an menschlichen Zellen, um die Entwicklung von Medikamenten, Medizinprodukten und Zelltherapien zu beschleunigen; 3. CTIBiosourcing: Herstellung von biologischen Modellen, Geweben und menschlichen Zellen. Mehr als 50.000 Gewebeproben im Bestand oder auf Anfrage für Biosourcing dank eines Netzwerks aus 200 Gesundheitspartnern weltweit.

Weitere Informationen unter www.ctibiotech.com.

Annika Bröter

BASF
Phone: +49 2173 4995-446

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Dr. Nico Forraz

CTIBiotech
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